Über 45 Jahre Kulturarbeit

Aus ein­er lock­eren Grup­pierung von musik- und kun­stin­ter­essierten Leuten ist vor mehr als dreißig Jahren der Kul­turvere­in Mod­ern Stu­dio Freis­ing ent­standen. Das offizielle Grün­dungs­da­tum liegt im Jahre 1971. Der Vere­in ver­anstal­tete zunächst Konz­erte mit den Kassen­füllern der 70er Jahre, wie den „Hot Dogs“ und Kun­stausstel­lun­gen mit Zeich­n­ern und Malern aus Freis­ing und Umge­bung, außer­dem Diskus­sion­srun­den zu gesellschaft­spoli­tis­chen The­men.

Leg­endär wur­den die bei­den Dia-Feste 1977 und 1978. 1982 kam die Lit­er­atur dazu. Zusam­men mit der Stadt­bib­lio­thek, Buch­hand­lun­gen und den Freisinger Schulen lädt der Vere­in seit damals Autoren zu Lesun­gen und Pub­likums­ge­sprächen ein. Auswahlkri­teri­um ist dabei nicht der bekan­nte Name, son­dern der lit­er­arische Rang. Begleit­et wird dieser „Lit­er­arische Herb­st“, der den ganzen Monat Novem­ber dauert, von der Ausstel­lung eines Buch-Illus­tra­tors im Asam-Foy­er. Ein weit­er­er Fix­punkt von Anfang an ist „Weit­er im Text“, wo aus unveröf­fentlicht­en Tex­ten gele­sen wird.

Die Musik hat sich mit der Zeit aus dem Vere­in­spro­gramm zurück­ge­zo­gen und wird von anderen Ver­anstal­tern über­nom­men. So sind heute die bei­den Tätigkeits­felder des Mod­ern Stu­dio Freis­ing die Bildende Kun­st und die Lit­er­atur. Was die Kun­st bet­rifft, haben sich die Inten­tio­nen seit den Anfän­gen etwas verän­dert.

Der Vere­in ver­ste­ht sich nicht mehr in erster Lin­ie als Forum heimis­ch­er Kün­stler, son­dern möchte den Freisingern regelmäßig Begeg­nun­gen mit zeit­genös­sis­ch­er Kun­st in ihrer Stadt ermöglichen. Alle denkbaren Rich­tun­gen und Medi­en sollen dabei berück­sichtigt wer­den. Auch die Zusam­me­nar­beit mit Gale­rien und kün­st­lerischen Aus­bil­dungsstät­ten wird angestrebt. Ein Resul­tat davon ist „Ortswech­sel“, eine Ausstel­lungsrei­he, in der in los­er Folge seit 1984 Klassen der Münch­n­er Kun­stakademie vorgestellt wer­den.